Corona Interview mit Paul Sommersguter

Herzlich willkommen zu einer neuen Kategorie im Blog, den Corona-Interviews. Die Idee dahinter ist einfach erklärt. Ich habe fünf Fragen, die ich Kollegen stelle, bei denen es um die Pandemie geht. Alle bekommen die gleichen fünf Fragen, jeder kann sich aussuchen im welchen Ausmaß er Antworten möchte. Jeder gibt somit ein wenig Einblick, was die Geschichte für ihn bedeutet hat und wie sie/er die Zukunft sieht. 

Den Anfang macht heute Paul Sommersguter. Als ich ihn vor drei Jahren zu seiner aktuellen Show befragt habe, hätte wohl keiner gedacht, das heute so ein ganz anderes Interview entstehen würde. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen!

 

Wie hast du die Pandemie bisher persönlich erlebt? Was hat es für dein Leben bedeutet?

Es war ein plötzliches Entschleunigen und die Erkenntnis, dass manches im Leben nicht planbar ist. Umso mehr ist es die Lehre in den guten Jahren nicht alles als selbstverständlich zu sehen und für schlechte Zeiten vorzusorgen. Ich habe mich in dieser Zeit nicht sonderlich geärgert, da ich recht schnell erkannt habe, dass ich die Dinge so akzeptieren muss wie sie eben sind.

Wie bist du als Künstler mit der Situation umgegangen? Was hatte Erfolg und was eher nicht?

Ich bin als Künstler wie auch als Person nie unbeschäftigt. Es gibt viele Dinge in meinem Leben die ich auf meiner To Do Liste hatte – doch bisher war keine Zeit dafür. Viele dieser Dinge habe ich in den Zeiten der Lockdowns erledigt. Somit hatte ich zwar Zeiten ohne Einkommen, war aber nie unbeschäftigt oder unproduktiv. Es gilt stets das Beste aus den Situationen zu machen, die man ohnehin nicht ändern kann.

Wenn du die Zeit zurück drehen könntest, gibt es etwas, das du aus jetziger Sicht anderes machen würdest?

Es gibt immer Dinge, die man im Nachhinein anders gemacht hätte weil man im Nachhinein eben über Informationen verfügt, die man zu Beginn nicht hatte. Aber über solche Dinge denke ich nicht nach. Wichtig ist, dass man in jeder Situation stets voran geht – mal etwas langsamer, mal etwas schneller.

Wie hat sich die Pandemie aus deiner Sicht auf die Zauberkunst ausgewirkt? Wo gab es die größten Veränderungen?

Ich denke nicht, dass sich die Zauberkunst groß geändert hat. Die Trends zu Zauberkunst in Social Media war auch vorher schon präsent – der Trend hat sich lediglich verstärkt, neu ist er aber nicht. Für mich ist aber dennoch die Erkenntnis geblieben, dass Zauberkunst am besten live zu genießen ist. Trotz aller Bemühungen Zauberkunst online darzubieten ist eine Live-Show durch nichts zu ersetzen.

Welche Veränderung in der Welt, die durch die Pandemie entstanden sind, werden deiner Meinung nach auch in Zukunft erhalten bleiben?

Nicht alle Künstler und nicht alle Kulturschaffenden werden die Pandemie wirtschaftlich überleben. Die Pandemie wird allerdings früher oder später vorüber gehen und mit etwas Abstand wird wieder alles so werden wie es war – Feste werden wieder gefeiert, Theater und Bars wieder besucht und Künstler werden wieder auftreten. Die Menschen wollen nicht zu Hause sitzen, sie wollen raus gehen und etwas erleben. Es wird sicherlich ein Markt für Online-Zauberkunst bleiben. Ersetzen wird er die Live-Shows aber nicht.

 

Mehr zu Paul findest du unter…

www.paul.live
oder auch auf Facebook unter:  Paul Sommersguter | Facebook

Fotocredit: Sebastian Pucher

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