Zahlenkarten – altes neu gedacht

Im Zauberladen liegen Dinge im Regal, die lagen schon lange vor meiner Zeit dort. Eigentlich gab es die immer schon, soweit ich mich zurück erinnern kann. Und viele davon tatsächlich auch schon viel länger. 😉 

Wie kommt es aber, dass es diese Klassiker, die es überall zu kaufen gibt, ja die manchmal sogar in Zauberkästen für die große Maße landen, nirgendwo vorgeführt werden? Aus meiner Sicht liegt das daran, dass hier zwei Faktoren zusammen kommen. Zum einen, sind sie meist einfach und günstig in der Produktion und von ihrer Grundidee her vermeintlich einfach zum vorführen. Zum anderen werden sie aber häufig als Produkt nicht zu Ende gedacht. 

Das hängt aus meiner Sicht wiederum mit zwei sehr verbreiteten Fehlannahmen zusammen. Die eine ist, dass vieler der Tricks für Kinder sind, mit denen sie Zaubern spielen können, die aber sonst nicht mehr hergeben. Die zweite Annahme ist, dass Zaubershops vor allem an Profis verkaufen. Beides ist grundlegend falsch!

Aus den Methoden der “Easy to do Tricks”, lassen sich oft traumhafte Routinen kreieren. Und die Anzahl der wirklichen Voll-, oder auch nur Halbprofis, die wir in der Zauberei haben ist so klein, dass es damit keinen Zaubermarkt geben könnte. Ebenso wie Zauberklubs ist letztendlich auch der Markt von Hobbyzauberern abhängig. Beides hat aber eine gemeinsame Auswirkung auf die Produkte. Die Anleitungen dazu sind traditionell meist mehr als dürftig. Oft nur eine simple Erklärung der Funktion, so dass es auch Kinder bedienen können. 

Immer wieder wird zwar zauberbegeisterten Amateuren erklärt, es liegt an ihnen “etwas draus zu machen”. Gleichzeitig werden Kunststücke aber als sensationelle Effekte verkauft, die nur in Minuten zu erlenen sind und dann für Verblüffung sorgen. Beides passt halt nicht zusammen. Eigentlich müsste man viele der “einfachen” Tricks, nicht als Trick sondern unter der Kategorie Zubehör verkaufen.

Damit aus einem Zubehör ein Trick wird, muss das Produkt aus meiner Sicht weiter gedacht werden. Eine gekaufte Routine ist nun mal nur so gut, wie ihre Anleitung ist. Und das wiederum ist einer der großen Ansätze, mit denen ich gerade die Trickbox neu aufbauen werde. Ich habe hier das große Glück, neben meinen eigenen Ideen auch viele Ordner und Dateien aus den 25 Jahren “Zauberartikel Sinaro” übernommen zu haben, wie das Geschäft früher geheißen hat. Damit werden laufend Anleitungen, beziehungsweise deren Übersetzungen erweitert, oder auch komplett neu geschrieben.

Aber nicht nur das! Wo es besonders interessante Ideen gibt und es mir möglich ist, möchte ich auch Produkte komplett neu rausbringen. Eines dieser Produkte, sind die sogenannten Zahlenkarten. Ich hatte hiervon schon sehr alte Varianten in der Hand. Und auch in diversen Sets sind sie schon aufgetaucht. Es handelt sich dabei um ein Kunststück, dass quasi einfach in der Produktion war. Sechs, mit Zahlen bedruckte Kärtchen. Und auch die Vorführung war einfach. Der Zuseher denkt an eine Zahl zwischen 1 und 60, sagt einem auf welchem Kärtchen die Zahl zu finden ist und man nennt ihm darauf die Zahl.

Hier sehen wir, ein typisch weiter oben beschriebenes Produkt. Es funktioniert technisch so einfach, dass jeder Einsteiger es vorführen kann, soweit im eine kleine Addition keine Probleme macht. Auf Welttournee wird man damit allerdings wahrscheinlich nicht gehen. 😉 Das liegt aber vor allem daran, dass die mitgelieferten Beschreibungen hierfür in der Regel nicht mehr hergeben. Somit ist es eigentlich kein Zaubertricks, sondern müsste als Zubehör verkauft werden, dass dies halt kann. 

Dabei kann man tatsächlich großartige Routinen daraus machen! Mittlerweile habe ich drei fertig gestellt. Letztendlich geht es dabei immer darum, es zu verschleiern, dass das herzeigen der Kärtchen im Zusammenhang mit dem Erraten der Zahl steht. Hierfür habe ich die klassische Variante zuerst mal einen Schritt weiter gedacht. Zusätzlich sind noch zwei große Routinen für den Salon- oder auch Bühnenbereich entstanden, wobei bei der zweiten sogar mehr wie “nur” Zahlen aus den Gedanken der Zuseher gelesen werden!

Ein weiteres Problem der Kärtchen war die billige Produktion. Es waren meist sehr kleine Kärtchen, mit dünnen Karton. Dies macht die Zahlen natürlich recht klein und nicht so gut lesbar und das ganze nicht besonders langlebig. Die neue Trickbox-Variante, die nun Ende Mai rauskommen soll, sieht hingegen ganz anderes aus. 300g starker Karton und alle Karten in A5, die Schrift extra groß. Das ganze übrigens zudem, umweltbewusst auf Recycling Karton gedruckt. 😉

Die Karten sollen der Beginn einer Serie solcher Projekte sein, in denen altes neu für den Zaubermarkt gedacht wird. Weiterhin technisch einfach und für Einsteiger geeignet, gleichzeitig mit so viel Idee dabei, dass es auch tatsächlich in Shows eingesetzt werden kann! 🙂

Der Plan ist es hier, mir auch immer die Produktion ein wenig vorzufinanzieren, damit sich mehrere Produkte in einem Jahr gut ausgehen. Aus diesem Grund, gibt es die Möglichkeit die neuen Zahlenkarten, bereits jetzt im Vorverkauf über den Onlineshop zu kaufen. Und das zu einem sensationellen Preis! 🙂

Du findest sie hier…

Zahlenkarten – Salon

 

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