Happy Weltuntergangsjahr 2026
Neues Jahr, neue Pläne. Am Anfang von 2026 fragt man sich ja automatisch, was werde ich dieses Jahr alles sehen, erleben, lernen, vielleicht sogar zauberhaft versemmeln und dann doch irgendwie meistern?
Ich sitze gerade im Zug Richtung Wien. Ganz Österreich scheint zugeeist zu sein. Die Straßen glatt, der Flughafen gesperrt und auch der Zug mag gerade nicht mehr weiterfahren. Die Trickbox wird wohl heute mit Verspätung aufmachen.
Zumindest bleibt ein wenig Zeit am Handy Zeitung zu lesen! 😊 Gestolpert bin dabei über einen Artikel im Standard mit einer doch erstaunlichen Vorhersage zu 2026. Und weil wir Zauberer Vorhersagen bekanntlich lieben, musste ich über diesen schmunzeln. Der Wiener Kybernetiker Heinz von Foerster, nebenbei auch ein leidenschaftlicher Hobby Zauberer, hat nämlich für 2026 den Weltuntergang angekündigt.
Die Vorhersage in sehr kurz
1960 veröffentlichte Foerster mit zwei Studierenden in Science eine Rechnung zur Weltbevölkerung und kam dabei auf ein spektakuläres Datum: Freitag, 13. November 2026. An diesem Tag sollte das Bevölkerungswachstum mathematisch „unendlich“ werden, wenn es so weiterginge wie in den vorangegangenen Jahrtausenden.
Spoiler: Das wird nicht passieren. 😉 Die demografische Entwicklung hat diese Kurve längst widerlegt und Foerster selbst verstand das Ganze eher als provokante Warnung und als Denkanstoß. Der Standard schreibt auch, dass da ein bisschen Schalk mitschwingt, weil es außerdem Foersters 115. Geburtstag wäre.
Wer war Foerster?
Ich muss gestehen, ich kannte den Namen bis jetzt noch nicht. Und weil der Zug immer noch steht, hatte ich Zeit ein wenig nachzugoogeln (ist das ein Wort? 🤔)
Foerster ist tatsächlich spannend, weil er Zauberei als eine Art Schule fürs Denken gesehen hat. Er begann als Teenager mit seinem Cousin Martin Lang zu zaubern, tüftelte an besseren Kunststücken als im Kinderzauberkasten und hatte sogar den Traum, als Artist aufzutreten.
Und aus genau dieser Ecke kommen ein paar Gedanken, die heute noch sitzen:
Erstens… Du zauberst nicht nur einen Effekt, du baust eine Welt. Foerster beschreibt Zauberei sinngemäß als das Erzeugen von Kontext, sodass der Zuschauer innerlich mitspielt und das Wunder in seiner eigenen Vorstellung fertig baut. Genau das ist gutes Framing, gutes Storytelling und gute Präsentation.
Zweitens… Wahrnehmung ist kein Fotoapparat. Seine Zaubererfahrung führte ihn direkt zu Fragen wie: Was sieht das Publikum wirklich? Was ergänzt es automatisch? Was übersieht es, weil es gerade etwas anderes erwartet? Das ist pures Handwerk für jede Close up Nummer. Auch für jeden Verkaufstresen. 😉
Drittens… Wien, Zauberkultur, Basteln am Unmöglichen. In dem Text über ihn taucht sogar auf, dass sie sich an damals zu teuren Tricks orientierten und dass in Wien Zauberbedarf eine echte Tradition hatte. Das fühlt sich für mich irgendwie schön rund an. 😅
Zum Schluss also ganz ohne Weltuntergang, dafür mit dem einzig sicheren Blick in die Zukunft…
Ich wünsche dir ein großartiges 2026 voller staunender Momente, guter Begegnungen und genug Neugier, um auch aus kleinen Dingen große Wunder zu machen. 🎩✨
Und jetzt hoffe ich, dass der Zug jemals weiter fährt…
